Vom Ziehkarren zur Vollautomatik

 

1. Oktober 1891 wurde von Wilhelm Carl Hermann in Herbede an der Ruhr die Dachdecker- und Bauklempnerfirma W. Carl Hermann gegründet. Dort wuchs die Firma auf zeitweise 6 Mitarbeiter an.
20. Mai 1909 Verlegung des Betriebes nach Remscheid Hier wurde schnell Fuß gefasst. Die erste größere Arbeit war die Schiefereindeckung des Wasserturms in Remscheid-Hasten.
1914 - 1918 Während des 1. Weltkrieges konnte nur mit 2 bis 3 Leuten gearbeitet werden, da die Männer zum Militärdienst eingezogen wurden.

Device

1. Juli 1921 trat der Sohn Karl Hermann jr. in die neu gegründete Firma W. Carl Hermann & Sohn ein, deren handelsregisterliche Eintragung am 4. Juli des gleichen Jahres erfolgte.
Die Zahl der Mitarbeiter nahm wieder zu und Werkstatt sowie Lager wurden (in den folgenden Jahren) erweitert.

16. Juni 1928 übernahm Herr Karl Hermann jr. als alleiniger Inhaber die Geschäftsführung.

1. April 1930 Die Eintragung in die Handwerksrolle erfolgte.

12. Mai 1931 legte Herr Karl Hermann jr., der bis dahin als gelernter Kaufmann die Firma leitete, seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Dortmund ab. Das erste Büro wurde eingerichtet. In den nun folgenden Jahren expandierte die Firma.
Umfangreiche Aufträge aus den Nachbarstädten – vornehmlich Solingen. Hierzu waren die Mitarbeiter natürlich noch auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Material wurde mit dem Ziehkarren oder Leiterwagen befördert.
Es wurden handbetriebene Maschinen in Meterlänge zum Schneiden von Blechen und zur Herstellung von Abkantungen, Wulsten, Rinnen und Rohren angeschafft, mit denen im Winter auf Vorrat gearbeitet wurde. In den Jahren des 2. Weltkrieges wie auch in den ersten Jahren danach musste sehr viel improvisiert werden.
Nicht nur Facharbeiter – auch die Materialien waren knapp. Überwiegend wurden „Kompensationsgeschäfte“ getätigt. Ein Opel P4 wurde als Lieferwagen umgebaut.

12. Mai 1946 wurde die Firma W. Carl Hermann & Sohn KG. mit Frau Hanny Hermann als Kommanditistin gegründet.
Nach der Währungsreform und in den Jahren des Wiederaufbaus wuchs die Zahl der Mitarbeiter, ein neues Bürogebäude wurde erstellt und größere Lagerkapazitäten geschaffen. Es wurden Transporter für den Baustelleneinsatz sowie zusätzliche Maschinen mit zwei Meter Arbeitsbreite angeschafft.

1. Juli 1968 traten die beiden Söhne Karl-Heinz Hermann als Kaufmann und Hans-Horst Hermann als Dachdeckermeister als persönlich haftende Gesellschafter in die Firma ein. Es wurden modernste Maschinen angeschafft: eine Rinnenziehmaschine, eine vollautomatische Abkantbank mit über sechs Meter Arbeitsbreite sowie die dazugehörende Abrollanlage für Metallbänder mit dem entsprechenden sechs Meter langen Schneidetisch und mehrere verschiedene Aufzüge.
Es wurde stets Wert auf beste handwerkliche Arbeitsleistung und damit auf modernste und zweckmäßige Ausstattung gelegt.


5. Februar 1983 erfolgte schließlich die Änderung der Firmierung im Handelsregister in die heutige Firma Hermann & Sohn GmbH. & CO. KG.
Und am 1. Februar 1984 die entsprechende Eintragung in die Handwerksrolle.

1991 • 100-Jähriges Jubiläum der Firma; Ausstellung des diamantenen Meisterbriefes an Karl Hermann.

Ab 2000 – Modernisierung der Maschinen und des Fuhrparks.


2016: 125-Jähriges Jubiläum der Firma


Seit 2019 verstärkt Herr Conrad Pascher unsere Geschäftsleitung, mit dem Ziel auch zukünftig die betrieblichen Herausforderungen zu meistern.